Energiebeschaffung für die Immobilienwirtschaft

Viele Objekte. Eine klare Strategie für den Energieeinkauf.

Wohnungsunternehmen, Genossenschaften, Immobilienverwaltungen und Bestandshalter koordinieren Strom- und Gasverträge häufig über zahlreiche Gebäude und Abnahmestellen hinweg. Energieformat strukturiert Verbrauchs- und Vertragsdaten und richtet die Beschaffung am tatsächlichen Bedarf des Portfolios aus – für mehr Planungssicherheit und weniger Aufwand im Energieeinkauf.

Energiebeschaffung für Ihr Portfolio prüfen

Viele Objekte brauchen mehr als einzelne Lieferverträge

In einem Immobilienportfolio treffen unterschiedliche Gebäude, Nutzungen, Verbrauchsmengen und Vertragslaufzeiten aufeinander. Ohne eine übergreifende Struktur entstehen Einzelentscheidungen, die den Vergleich erschweren und unnötigen Verwaltungsaufwand verursachen.

Vertragsdaten sind über viele Objekte verteilt

Jede Abnahmestelle kann einen eigenen Lieferanten, eine andere Laufzeit und abweichende Kündigungsfristen besitzen. Dadurch fehlt häufig ein vollständiger Überblick darüber, wann für welches Objekt Handlungsbedarf entsteht.

Gebäude weisen unterschiedliche Verbrauchsprofile auf

Wohngebäude, Büroimmobilien, Handelsflächen und gemischt genutzte Objekte benötigen Strom und Wärme auf unterschiedliche Weise. Auch Baujahr, Heizsystem, Leerstand und technische Ausstattung beeinflussen den tatsächlichen Bedarf.

Preisunterschiede summieren sich über das Portfolio

Bei vielen Gebäuden können bereits kleinere Unterschiede bei Beschaffungspreis und Vertragskonditionen zu relevanten Kostenabweichungen führen. Einzelne Verträge sollten deshalb nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit dem gesamten Portfolio betrachtet werden.

Energiekosten müssen nachvollziehbar bleiben

Strom- und Gaskosten fließen je nach Objekt und Vertragsstruktur in Betriebs- und Heizkosten ein. Angebote, Vertragsbestandteile und Abrechnungen müssen deshalb transparent und den jeweiligen Abnahmestellen eindeutig zuzuordnen sein.

Entscheidungswege benötigen ausreichend Vorlauf

Bei Eigentümergemeinschaften, institutionellen Eigentümern oder verwalteten Beständen sind häufig mehrere Beteiligte in die Entscheidung eingebunden. Ausschreibung und Angebotsvergleich sollten so vorbereitet werden, dass erforderliche Freigaben rechtzeitig erfolgen können.

Technische Veränderungen verschieben den Energiebedarf

Heizungstausch, Wärmepumpe, Photovoltaik, Ladeinfrastruktur oder die Modernisierung der Gebäudetechnik verändern Strom- und Gasbedarf. Diese Entwicklungen müssen vor der nächsten Beschaffung in die Mengenplanung einfließen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Energiebeschaffung?

Preisbewegungen am Strom- und Gasmarkt können Anlass sein, bestehende Verträge und Beschaffungszeitpunkte neu einzuordnen. Handlungsbedarf entsteht außerdem, wenn Vertragsfristen näher rücken oder sich Bestand, Nutzung und Energieversorgung einzelner Objekte verändern.

Verträge laufen zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus

Eine frühzeitige Übersicht zeigt, welche Objekte gemeinsam beschafft werden können und wo wegen unterschiedlicher Laufzeiten eigene Entscheidungen notwendig bleiben.

Energiepreise belasten die Kostenplanung

Wenn Marktpreise Abschläge, Heizkosten und Budgets belasten, sollte die Beschaffung stärker auf die gewünschte Kostensicherheit ausgerichtet werden.

Objekte werden übernommen, verkauft oder neu verwaltet

Verändert sich das Portfolio, müssen neue oder wegfallende Abnahmestellen und Verbrauchsmengen frühzeitig in die Beschaffung einbezogen werden.

Wärmeversorgung oder Gebäudetechnik wird verändert

Eine neue Heizung, Wärmepumpe, Photovoltaikanlage oder Ladeinfrastruktur verändert den Energiebedarf und damit die Grundlage der nächsten Ausschreibung.

Mehrere Objekte sollen gemeinsam beschafft werden

Mehrere Objekte lassen sich gemeinsam beschaffen, auch wenn Verbrauch, Laufzeiten und technische Voraussetzungen der Gebäude unterschiedlich sind.

Trifft einer dieser Punkte auf Ihr Unternehmen zu?

Mit wenigen Angaben zu Verbrauch, Vertragsende, Abnahmestellen und Planungssicherheit erhalten Sie eine erste Orientierung, welche Beschaffungsstruktur zu Ihrer aktuellen Situation passen kann.

Strategie-Check starten

Den Energieeinkauf über das Portfolio hinweg strukturieren

Energieformat verbindet Vertragsdaten, Verbrauchsmengen und Marktentwicklung zu einer klaren Entscheidungsgrundlage. Die einzelnen Objekte bleiben nachvollziehbar, während Beschaffung und Vertragsmanagement übergreifend organisiert werden.

Markt & Timing

Strom- und Gasmärkte beobachten und mögliche Beschaffungszeiträume frühzeitig einordnen – bevor unterschiedliche Vertragsfristen Zeitdruck erzeugen.

Marktanalyse ansehen

Verbrauch & Portfolio

Verbrauchsmengen, Abnahmestellen und erwartete Veränderungen objektbezogen erfassen und für die Beschaffungsplanung zusammenführen.

Preis- und Risikoanalyse ansehen

Beschaffungsmodell & Entscheidungsrahmen

Festpreis-, Tranchen-, Spot- oder hybride Modelle danach bewerten, welche Kalkulationssicherheit und Flexibilität zum Bestand und zu den internen Entscheidungswegen passen.

Beschaffungsmodelle vergleichen

Ausschreibung & Vertragsmanagement

Lieferanten in den Wettbewerb einbeziehen, Angebote transparent vergleichen und Vertragslaufzeiten sowie Kündigungsfristen zentral im Blick behalten.

Ausschreibungsprozess ansehen

24 Abnahmestellen in einer gemeinsamen Beschaffungsstrategie gebündelt

Ein Immobilienunternehmen beauftragte Energieformat mit der Neuordnung und Ausschreibung der Strom- und Gasversorgung für ein über mehrere Standorte verteiltes Wohnimmobilienportfolio.

Die Ausgangslage

Das Portfolio umfasst zwölf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 320 Wohneinheiten und rund 22.400 Quadratmetern beheizter Fläche. Die zwölf Gas- und zwölf Allgemeinstrom-Abnahmestellen waren auf vier Energieversorger und sechs unterschiedliche Vertragslaufzeiten verteilt.

Das jährlich zu beschaffende Volumen betrug rund 2,24 GWh Gas für Heizung und Warmwasser sowie 110 MWh Allgemeinstrom für Beleuchtung, Aufzüge, Pumpen und weitere Gebäudetechnik.

Die Aufgabe

Energieformat führte zunächst sämtliche Vertrags-, Rechnungs- und Verbrauchsdaten je Abnahmestelle zusammen. Dabei wurden Liefermengen, Preisbestandteile, Kündigungsfristen, Vertragslaufzeiten und objektbezogene Besonderheiten geprüft.

Auf dieser Grundlage wurden Strom und Gas getrennt ausgeschrieben, geeignete Energieversorger in den Wettbewerb einbezogen und die eingegangenen Angebote hinsichtlich Preis, Vertragsbedingungen, Mengentoleranzen und Laufzeit verglichen. Die Abnahmestellen wurden in einer gemeinsamen Beschaffungsstrategie gebündelt, während ihre objektbezogene Abrechnung vollständig erhalten blieb.

Das Ergebnis

Gegenüber den bisherigen Konditionen reduzierte sich der Energie- und Vertriebspreis für Gas um 0,40 Cent je Kilowattstunde und für Strom um 1,00 Cent je Kilowattstunde.

Bei den zugrunde gelegten Verbrauchsmengen entspricht dies einer rechnerischen Entlastung von 8.960 Euro für Gas und 1.100 Euro für Strom. Insgesamt wurden damit rund 10.060 Euro netto pro Jahr beziehungsweise 20.120 Euro über die vereinbarte Vertragslaufzeit von 24 Monaten eingespart.

Zusätzlich wurden die zuvor auf vier Lieferanten und sechs Vertragsfristen verteilten Lieferverhältnisse in zwei koordinierten Beschaffungsprozessen zusammengeführt. Das Immobilienunternehmen verfügt dadurch über eine zentrale Fristenkontrolle und einen einheitlichen Überblick über Verträge und Konditionen – bei weiterhin getrennter Erfassung der Kosten je Objekt.

Das Projekt wird zum Schutz des Kunden anonymisiert dargestellt. Die Einsparung wurde anhand der vertraglich vereinbarten Preisunterschiede und der prognostizierten Verbrauchsmengen berechnet. Der tatsächliche wirtschaftliche Effekt kann abhängig vom realen Verbrauch sowie von Netzentgelten, Steuern, Abgaben und Umlagen abweichen.

Was Eigentümer und Verwalter beim Energieeinkauf wissen sollten

Welche Energieverbräuche können Immobilienverwaltungen zentral beschaffen?

Relevant sind insbesondere Strom und Gas für gemeinschaftlich versorgte Bereiche und Anlagen. Dazu können zentrale Heizungsanlagen, Allgemeinstrom, Aufzüge, Beleuchtung, Lüftung und weitere Gebäudetechnik gehören. Der individuelle Haushaltsstrom der Mieter ist grundsätzlich davon zu unterscheiden, da Mieter ihren Stromlieferanten in der Regel selbst wählen.

Können mehrere Immobilien gemeinsam ausgeschrieben werden?

Ja. Mehrere Gebäude und Abnahmestellen können in einer gemeinsamen Ausschreibung betrachtet werden. Voraussetzung ist, dass Verbrauchsmengen, Vertragslaufzeiten und Besonderheiten jedes Objekts transparent bleiben. Eine Bündelung bedeutet nicht, dass alle Gebäude energetisch gleich behandelt werden müssen.

Müssen alle Objekte dasselbe Beschaffungsmodell erhalten?

Nein. Innerhalb eines Portfolios können unterschiedliche Ausgangssituationen bestehen. Für einen weitgehend konstanten Bedarf kann ein anderes Modell sinnvoll sein als für ein Objekt, dessen Verbrauch sich durch Sanierung, Leerstand oder eine neue Wärmeversorgung deutlich verändern wird.

Was müssen WEG-Verwaltungen vor einer Ausschreibung beachten?

Vor Beginn sollte geklärt sein, wer über Kündigung, Neuabschluss und Laufzeit des Energievertrags entscheidet und ob dafür ein Beschluss oder eine gesonderte Bevollmächtigung erforderlich ist. Werden Entscheidungswege frühzeitig berücksichtigt, können Angebote rechtzeitig eingeholt und für die Eigentümer nachvollziehbar aufbereitet werden.

Worauf kommt es beim Vergleich von Energieangeboten an?

Der reine Arbeitspreis reicht für eine belastbare Bewertung nicht aus. Auch Grundpreis, Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist, Mengenregelungen, mögliche Preisbestandteile und die eindeutige Zuordnung der Abnahmestellen sollten berücksichtigt werden. Entscheidend ist, welche Gesamtkonditionen zum jeweiligen Portfolio passen.

Was verändert sich durch Photovoltaik, Wärmepumpe oder Ladeinfrastruktur?

Solche Maßnahmen verändern sowohl die benötigte Energiemenge als auch den Zeitpunkt des Netzbezugs. Eine Wärmepumpe kann beispielsweise den Strombedarf erhöhen und den Gasbedarf reduzieren. Photovoltaik senkt den Netzbezug vor allem dann, wenn Erzeugung und Verbrauch zeitlich zusammenpassen. Diese Veränderungen gehören in die Planung der nächsten Beschaffungsperiode.

Strom und Gas strukturiert für Ihr Immobilienportfolio beschaffen

Ob auslaufende Verträge, steigende Energiekosten, neue Objekte oder eine veränderte Wärmeversorgung: Wir betrachten Ihre aktuelle Beschaffungssituation und klären, wie sich Abnahmestellen und Vertragslaufzeiten sinnvoll strukturieren lassen.

Beschaffungssituation besprechen

Für eine erste Einordnung reichen in der Regel die Jahresverbräuche für Strom und Gas, Vertragsende, Objektadressen und die Anzahl der Abnahmestellen. Wenn vorhanden, helfen zusätzlich Vertragsübersichten und Informationen zu geplanten Ankäufen, Verkäufen oder technischen Veränderungen.