Energiebeschaffung für Logistikunternehmen

Energiekosten im Logistikbetrieb vorausschauend steuern.

Ob Lagerhalle, Distributionszentrum oder temperaturgeführte Logistik: Der Energiebedarf hängt stark von Betriebszeiten, technischer Ausstattung und Auslastung des Standorts ab. Energieformat richtet die Beschaffung von Strom und Gas am tatsächlichen Verbrauch und an geplanten Veränderungen aus – für mehr Planungssicherheit und weniger Aufwand im Energieeinkauf.

Energiebeschaffung prüfen

Der Energiebedarf eines Logistikstandorts folgt seinen Abläufen

Logistikstandorte unterscheiden sich deutlich in Betriebszeiten, technischer Ausstattung und Energiebedarf. Entscheidend ist deshalb nicht allein die Größe einer Halle, sondern wie der Standort tatsächlich genutzt wird.

Auslastung und Energieverbrauch entwickeln sich nicht immer parallel

Schwankende Warenmengen, saisonale Spitzen oder veränderte Schichtmodelle beeinflussen den Energiebedarf. Gleichzeitig bleiben Beleuchtung, IT, Sicherheitstechnik und Teile der Gebäudetechnik auch bei geringerer Auslastung in Betrieb.

Große Hallen erzeugen einen eigenen Wärme- und Strombedarf

Beleuchtung, Heizung, Lüftung und häufige Toröffnungen prägen den Verbrauch von Lager- und Umschlaghallen. Witterung, Hallenhöhe und Betriebszeiten können den Wärmebedarf zusätzlich deutlich verändern.

Temperaturgeführte Logistik benötigt kontinuierlich Energie

Kühl- und Tiefkühllager müssen vorgeschriebene Temperaturen unabhängig von Auslastung, Tageszeit oder Marktpreis zuverlässig halten. Dadurch entsteht eine relevante Grundlast mit nur begrenzter Flexibilität.

Automatisierung verändert das Lastprofil

Fördertechnik, automatische Lager- und Kommissioniersysteme, Robotik und IT erhöhen den Strombedarf und können neue Lastspitzen erzeugen. Bei Erweiterungen sollte deshalb nicht nur der Jahresverbrauch, sondern auch der zeitliche Verlauf des Energiebedarfs betrachtet werden.

Ladeinfrastruktur schafft zusätzliche Strombedarfe

Elektrische Flurförderzeuge, Transporter oder Lkw verändern die benötigte Strommenge und die Leistungsspitzen am Standort. Ladezeiten, Fahrzeugverfügbarkeit und vorhandene Netzanschlussleistung müssen frühzeitig in die Planung einbezogen werden.

Mehrere Standorte erhöhen die Komplexität

Unterschiedliche Verbrauchsprofile, Vertragslaufzeiten, Abnahmestellen und technische Ausstattungen erschweren den Überblick. Eine gemeinsame Beschaffungsstrategie muss Volumina sinnvoll bündeln, ohne die Besonderheiten einzelner Standorte zu übergehen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Energiebeschaffung?

Preisbewegungen am Strom- und Gasmarkt können Anlass sein, die bisherige Beschaffungsstrategie frühzeitig neu einzuordnen. Auch neue Betriebszeiten, technische Erweiterungen oder eine veränderte Standortstruktur können dazu führen, dass die bisherige Energiebeschaffung nicht mehr zum tatsächlichen Bedarf passt.

Der Strom- oder Gasvertrag läuft aus

Eine frühzeitige Vorbereitung schafft Zeit, um Verbrauchsentwicklung, Vertragslaufzeit und passende Beschaffungsmodelle vor Vertragsende aufeinander abzustimmen.

Auslastung oder Betriebszeiten verändern sich

Neue Kunden, saisonale Spitzen, zusätzliche Schichten oder veränderte Warenströme können den Energiebedarf spürbar verschieben.

Lager- oder Fördertechnik wird erweitert

Neue Fördertechnik, automatisierte Lagersysteme oder zusätzliche Kühlbereiche verändern Verbrauch und Lastprofil und gehören in die Planung der nächsten Lieferperiode.

Photovoltaik oder Ladeinfrastruktur kommt hinzu

Mit Photovoltaik, Speichern und neuen Ladepunkten verändert sich, wie viel Strom zu welchen Zeiten aus dem Netz benötigt wird.

Mehrere Logistikstandorte sollen gemeinsam beschafft werden

Mehrere Standorte lassen sich gemeinsam beschaffen, auch wenn Betriebszeiten, Verbräuche und technische Anforderungen unterschiedlich sind.

Trifft einer dieser Punkte auf Ihr Unternehmen zu?

Mit wenigen Angaben zu Verbrauch, Vertragsende, Abnahmestellen und Planungssicherheit erhalten Sie eine erste Orientierung, welche Beschaffungsstruktur zu Ihrer aktuellen Situation passen kann.

Strategie-Check starten

Beschaffung so planen, wie der Standort tatsächlich arbeitet

Energieformat verbindet Marktentwicklung mit Verbrauchsdaten und den geplanten Veränderungen des Logistikbetriebs. Daraus entsteht eine Beschaffungsentscheidung, die zum tatsächlichen Lastprofil und zum gewünschten Maß an Planungssicherheit passt.

Markt & Timing

Strom- und Gasmärkte beobachten und mögliche Beschaffungszeiträume frühzeitig einordnen – bevor Vertragsfristen unnötigen Zeitdruck erzeugen.

Marktanalyse ansehen

Verbrauch & Standortprofil

Verbrauchsmengen, Betriebszeiten und Lastprofile auswerten und erwartete Veränderungen am Standort in die Beschaffungsplanung einbeziehen.

Preis- und Risikoanalyse ansehen

Beschaffungsmodell & Planungssicherheit

Festpreis-, Tranchen-, Spot- oder hybride Modelle danach bewerten, wie viel Kalkulationssicherheit und Flexibilität zum Logistikbetrieb passen.

Beschaffungsmodelle vergleichen

Ausschreibung & Lieferantenauswahl

Verbrauchs- und Vertragsdaten aufbereiten, geeignete Lieferanten in den Wettbewerb einbeziehen und Angebote transparent vergleichen.

Ausschreibungsprozess ansehen

Was Logistikunternehmen beim Energieeinkauf wissen sollten

Wie planen wir unsere Energiemengen, wenn Auslastung und Warenumschlag schwanken?

Historische Jahresverbräuche bilden eine wichtige Grundlage, reichen allein aber nicht immer aus. Zusätzlich sollten veränderte Betriebszeiten, saisonale Spitzen, neue Kunden, technische Erweiterungen und geplante Automatisierungen berücksichtigt werden. Bei größeren Standorten liefern Lastgangdaten wichtige Hinweise darauf, wann Grundlasten und Verbrauchsspitzen entstehen.

Eignet sich eine flexible oder spotmarktbezogene Beschaffung für einen Logistikstandort?

Das hängt davon ab, welcher Teil des Verbrauchs tatsächlich flexibel ist und welche Preisschwankungen wirtschaftlich getragen werden können. Kühlung, Sicherheitstechnik oder zeitkritische Betriebsabläufe lassen sich kaum nach kurzfristigen Marktpreisen verschieben. Bei anderen Verbrauchern kann mehr Spielraum bestehen. Das Beschaffungsmodell sollte deshalb zum tatsächlichen Betrieb passen – nicht umgekehrt.

Können Kühlhäuser und nicht temperaturgeführte Lager gemeinsam ausgeschrieben werden?

Ja. Unterschiedliche Standorte können innerhalb einer gemeinsamen Ausschreibung betrachtet werden. Die jeweiligen Verbrauchs- und Lastprofile sollten dabei jedoch getrennt erfasst bleiben. Ein Kühlhaus mit kontinuierlicher Grundlast muss anders eingeordnet werden als eine Lagerhalle mit überwiegend tageszeitabhängigem Betrieb.

Was verändert sich durch die Elektrifizierung von Flurförderzeugen oder Fahrzeugflotten?

Elektrische Fahrzeuge erhöhen nicht nur den Jahresverbrauch, sondern können auch neue Leistungsspitzen erzeugen. Entscheidend sind Anzahl und Einsatzzeiten der Fahrzeuge, verfügbare Ladefenster, benötigte Ladeleistung und vorhandene Netzanschlusskapazität. Diese zusätzlichen Bedarfe sollten frühzeitig in Lastprofil und Beschaffungsmenge einfließen.

Wie wirkt sich eine Photovoltaikanlage auf die Strombeschaffung aus?

Photovoltaik kann den Strombezug während der Erzeugungszeiten reduzieren. Wie stark der Netzbezug tatsächlich sinkt, hängt jedoch davon ab, ob Stromerzeugung und Verbrauchsprofil des Standorts zeitlich zusammenpassen. Für die nächste Ausschreibung ist deshalb der erwartete Reststrombedarf entscheidend – nicht allein die Größe der Dachfläche oder der PV-Anlage.

Können mehrere Logistikstandorte gemeinsam beschafft werden, obwohl ihre Verbräuche unterschiedlich sind?

Ja. Eine gemeinsame Beschaffungsstrategie kann unterschiedliche Standorte und Abnahmestellen bündeln. Voraussetzung ist, dass Verbrauchsmengen, Lastprofile, Vertragslaufzeiten und Besonderheiten jedes Standorts transparent bleiben. So lassen sich Volumina zusammenführen, ohne die einzelnen Standorte pauschal gleichzusetzen.

Strom und Gas passend zu Ihrem Logistikbetrieb beschaffen

Ob Vertragsende, veränderte Auslastung, technische Erweiterung oder mehrere Standorte: Wir betrachten Ihre aktuelle Beschaffungssituation und klären, welcher nächste Schritt für Ihr Unternehmen sinnvoll ist.

Beschaffungssituation besprechen

Für eine erste Einordnung reichen in der Regel die Jahresverbräuche für Strom und Gas, das jeweilige Vertragsende und die Anzahl der Abnahmestellen. Wenn vorhanden, helfen zusätzlich Lastgangdaten und Informationen zu geplanten technischen oder betrieblichen Veränderungen.